Das Projekt FUTURE (Freiburger Universitätsausbildung zu Technik und Recht) des Instituts für Medien- und Informationsrecht (Abt. I) der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg bereitet Studierende auf die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für das Recht vor. Im Rahmen von drei Kernveranstaltungen werden grundlegende Fähigkeiten in der Programmierung ("Coding for Lawyers"), ein Verständnis moderner Verfahren der künstlichen Intelligenz und die Anforderungen des geltenden Rechts für die Entwicklung und den Einsatz von Legal Tech vermittelt. Mit einer erfolgreichen Teilnahme erwerben die Studierenden neben der Schlüsselqualifikation auch ein Zertifikat, welches ihre besondere Ausbildung dokumentiert. Zusätzlich finden unter dem Dach von FUTURE regelmäßige Workshops und Hackathons (auch) in Zusammenarbeit mit der Praxis statt.

Kursprogramm

Das Ausbildungsprogramm FUTURE stützt sich auf zwei Säulen. Maßgeblicher Bestandteil ist zunächst ein Kernpogramm, welches die technischen Grundlagen der Digitalisierung beleuchtet und die aktuellen rechtlichen Rahmungen vermittelt. Neben dem Erwerb von grundlegenden Fähigkeiten in der Programmierung und einem Verständnis moderner Verfahren der künstlichen Intelligenz stehen so auch die Anforderungen des geltenden Rechts für Legal Tech-Anwendungen auf dem Kursprogramm. In Form der Zusatzveranstaltungen finden außerdem regelmäßig besondere Events zu einzelnen Themen aus dem Umfeld der Digitalisierung statt. Je nach Veranstaltungsinhalt erfolgt ein Rückgriff auf fakultätsexterne Fachleute, um die Nähe zur Praxis abzusichern.

Tortendiagramm, welches die Kurse "Einführung in die Programmierung" mit 70%, "Grundlagen moderner KI" mit 15% und "Legal Tech und Recht" ebenfalls mit 15% ausweist. Grundelemente
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Einführung in die Programmierung

Der Kurs konzentriert sich auf die Vermittlung von grundlegenden Programmierfertigkeiten. Theoretische Konzepte stehen im Hintergrund, vielmehr liegt der Fokus auf einer praktischen Einführung. Dazu werden gemeinsam Projekte in der Programmiersprache Python entwickelt. play_circle_outlineZum Video-Podcast

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Grundlagen moderner KI

Die Studierenden erhalten einen Einblick in die mathematischen Grundlagen neuronaler Netze. Im Anschluss wird das bereits Gelernte genutzt, um gemeinsam selbst ein neuronales Netz zu programmieren. Maschinelles Lernen als hochgradig aktueller Innovationsmotor kann so grundlegend verstanden, eingesetzt und rechtlich bewertet werden. play_circle_outlineZum Video-Podcast

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Legal Tech und Recht

In diesem Abschnitt lernen die Studierenden den rechtlichen Rahmen des Einsatzes von technischen Hilfsmitteln in der Rechtsberatung (Legal Tech) kennen. Hierfür werden insbesondere das Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) und dessen Implikationen für Legal Tech-Anwendungen näher beleuchtet. Am Ende stehen ein Kompetenzerwerb zu den rechtlichen Bedingungen möglicher eigener Entwicklungen sowie ein belastbares praktisches Wissen für den Einsatz und die Beratungspraxis hinsichtlich fremder Lösungen. play_circle_outlineZum Video-Podcast

Zusatzveranstaltungen

Neben dem Kernprogramm finden unter dem Dach von FUTURE semesterbegleitende Einzelveranstaltugen zu ausgewählten Themen aus der Schnittmenge von Recht und Technik statt, die allen interessierten Studierenden der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg offenstehen. Für die Durchführung können regelmäßig Experten aus der Praxis gewonnen werden.

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Vorträge

In bereits etablierten Kooperationen mit namenhaften Anwaltskanzleien werden regelmäßige Vorträge zur Digitalisierung des Rechtsmarktes abgehalten. Diese bieten den Studierenden einen aktuellen Einblick in die Auswirkungen von Legal Tech auf das Berufsleben. Im Anschluss an die Veranstaltungen wird zum gemeinsamen Stehempfang im Foyer des Instituts für Medien- und Inforationsrecht (Abt. I) geladen, wo die aufgeworfenen Fragestellungen bei Snacks und Getränken mit den Referenten diskutiert werden können.

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Ausflüge

Gemeinsam mit den Partnern aus der Praxis bietet FUTURE die Möglichkeit zur Teilnahme an Ausflügen. Besucht werden dabei Ziele inner- und außerhalb von Freiburg. Die Studierenden lernen auf diese Weise den Arbeitsalltag von Legal Tech-Unternehmen kennen und beobachten den Umgang von Kanzleien mit der Automatisierung in der Rechtsberatung unmittelbar vor Ort.

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Workshops

Einer der Leitgedanken von FUTURE ist, dass Techniken besonders gut verstanden werden können, wenn sie praktisch nachvollzogen werden. Bei bestimmten Themen macht dieser didaktische Ansatz das Arbeiten in Kleingruppen erforderlich. Während des Semesters finden deshalb Workshops zu ausgewählten, tagesaktuellen Inhalten statt, die sich durch ein hohes Maß an Interaktivität auszeichnen.

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Hackathons

Das Konzept von Hackathons lässt sich als kooperatives Arbeiten an technischen Lösungen in begrenzter Zeit zusammenfassen. Diese Bearbeitung einer gemeinsamen Aufgabe bei gleichzeitiger Anwesenheit aller Teilnehmer in einem zetlich eng begrenzten Rahmen bringt gesellige, hochgradig produktive Veranstaltungen hervor. Neben einen beachlichen Lerneffekt tritt bei den Hackathons von FUTURE außerdem eine soziale Komponente, die es den Studierenden ermöglicht, unter Gleichgesinnten Kontakte zu knüpfen.

  • 1. Einheit
  • 2. Einheit
  • 3. Einheit
  • 4. Einheit
  • 1. Einheit
  • 2. Einheit
  • RDG
  • Datenschutzrecht

Kontakt

Das Ausbildungsprogramm FUTURE ist angesiedelt am Institut für Medien- und Informationsrecht (Abt. I) der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludiwgs-Universität Freiburg. Federführend verantwortlich ist der Institutsdirektor und Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Boris P. Paal, M.Jur. (Oxford).

Postanschrift: Rempartstraße 4 (Breisacher Tor), 79098 Freiburg
Telefon: +49 761 203 9754-0 (Sekretariat)
E-Mail: ls-paal@jura.uni-freiburg.de

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Prof. Dr. Boris Paal, M.Jur. (Oxford)

Professor Paal ist Direktor des Instituts für Medien- und Informationsrecht (Abt. I) an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Er ist Autor zahlreicher Fachpublikationen, Gutachten und Stellungnahmen sowie Herausgeber und Mitverfasser von Kommentaren zum Informations- und Medienrecht (Gersdorff/Paal, Informations- und Medienrecht) und zum Datenschutzrecht (Paal/Pauly, DS-GVO und BDSG, 2. Auf. 2018). Professor Paal hält regelmäßig Vorträge zu den von ihm bearbeiteten Themen und wirkt als Berater sowie Gutachter für staatliche Einrichtungen und private Unternehmen bzw. Institutionen.

Neben FUTURE hat Professor Paal mit den Freiburg Legal Clinics im Jahr 2014 ein Ausbildungsrpogramm zur studentischen Rechtsberatung an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg etabliert. Gemeinsam mit PD Martin Fries veranstaltete er 2019 die Tagung "Smart Contracts - Schlaue Verträge?". Seit dem Jahr 2019 finden am Institut für Medien- und Informationsrecht (Abt. I) außerdem regelmäßige Vorträge Rund um das Thema Legal Tech statt, an denen sich die Kanzleien Oppenländer und CMS Hasche Sigle beteiligt haben.

Niklas Wais

Niklas Wais ist seit 2019 Akademischer Mitarbeiter am Lehrstuhl Paal und zuständig für die Betreuung des Ausbildungsprogramms FUTURE. Er war zweimaliger Finalist der Legal Tech Competition von Hogan Lovells (2018, 2019).

Kontakt:
niklas.wais@jura.uni-freiburg.de

Tristan Radtke

Tristan Radtke ist seit 2020 Akademischer Mitarbeiter am Lehrstuhl Paal und dort ebenfalls mit dem Projekt FUTURE befasst. Neben seiner akademischen Tätigkeit betreibt er privat den Legal Tech-Dienst jura-recherche.de und die Toolsammlung 60tools.com.

Kontakt:
tristan.radtke@jura.uni-freiburg.de